19/05/01 – Reparatur Tag 1

01. Mai 2019. Manch einer schläft noch den Schlaf der Gerechten nach einer durchzechten Nacht am Maibaum. Und mir wäre es fast genauso gegangen. Aber es gab wichtigeres.

Heute steht Tag 1 der Reparaturen am Benz an. Also ab in die Halle und rauf auf die Bühne.

Wichtiger Tipp für alle die vorhaben selbst Hand anzulegen. Beschafft Euch viele kleine Schüsseln oder Tüten und beschriftet alles genau. Dann tut man sich beim zusammenbau sehr leicht.

Bevor es losgeht noch ein kurzer Teilecheck:

  • ZKD Dichtungssatz Elring check
  • Ventildeckeldichtung check
  • 12 Hydrostößel check
  • 1 Satz Ventilschaftdichtungen check
  • 1 Satz Einspritz Dichtungen check
  • linker und rechter Schlauch zum Kühler vom Getriebe check
  • neue Motorlager check
  • neuer Ausgleichsbehälter Kühler check
  • 3 Kanister Kühlflüssigkeit check (
  • 7 Flaschen Hydrauliköl check (ATF Dexron II D von Meguin)
  • 1 Dichtungssatz Automatikgetriebe mit Filter check
  • 3 Flaschen Öl fürs Hinterachsdifferential check (
  • Satz Steuerkette + Gleitschienen check
  • 1 neuer Ölfilter check
  • 1x Verteilerfinger Bosch check
  • 1x Verteilerkappe Bosch check
  • 1x neuer Verbindungsschlauch Kühlung Wasserpumpe zu Zylinderkopf check

Wir beginnen mit dem Unterbodenschutz, dem Kühler und dem Viscolüfter. Beides vorsichtig raus gebaut und zur Seite gelegt.

Motor ohne Kühler und Lüfter.

Weiter geht es mit dem Luftfilterkasten.

M103 Motor ohne Luftfilterkasten.

Jetzt kommt man schön an sämtliche Steckverbindungen die stören um den Kabelkanal wegzuhängen. Schön abstecken und beschriften. Dann kommt die Abdeckung vom Verteiler runter und der Ventildeckel ab.

Motor ohne Ventildeckel und Verteilerkappe

Um Platz zu schaffen werden jetzt die Schrauben vom Ansaugkrümmer und der beiden Abgaskrümmer gelöst. Beide Dichtungen sind im Satz enthalten. Die Abgaskrümmer einfach hängen lassen und die Ansaugbrücke mit einem Spanngurt schön nach rechts weghängen.

Es folgt Verteilerfinger und der obere Stirndeckel.

Ansicht auf die Nockenwelle von oben.

Spätestens hier sollte der Motor auf den oberen Totpunkt (OT) vom ersten Zylinder gestellt werden. Auf dem oberen Bild schön zu sehen an der Übereinstimmung der Markierung auf der Nockenwelle und der Nase am ersten Kipphebelbock.

Bevor das Nockelwellenzahnrad abgeschraubt wird am besten mit einem Kabelbinder fixieren.

Schön zu sehen ist der Pfeil auf der linken Seite des Nockenwellenzahrads.

Nockenwellenzahnrad mit Pfeil.

Jetzt kommt der Zylinderkopf runter. Alle Schrauben schön gleichmäßig von Innen nach Außen gelockert. Und dann vorsichtig vom Motorblock abgehoben. Leider müssen wir feststellen, dass die Wasserkanäle an einigen stellen richtig angegriffen sind. Vermutlich wurde falscher Kühlerfrostschutz verwendet von den Vorbesitzern. Ansonsten war die Dichtung einfach fertig. An vielen Stellen schon komplett aufgelöst und schmierig. Unverhoergesehener weise muss der Kopf jetzt zum planen. Hoffentlich muss nicht zuviel weg.

Zylinderkopf Ansicht unten
Zylinderkopf Ansicht oben mit Nockenwelle
Zylinderkopf mit Auswaschungen im Wasserkanal

Fortsetzung folgt.

Ach ja, ein kurzer Hinweis. Auf Vollständigkeit der ausgeführten Arbeiten und 100%ige fachliche Richtigkeit gebe ich natürlich keine Gewähr oder sonstiges. 🙂 Der eine oder andere passionierte Mercedes Schrauber wird wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Aber wir haben Spaß dabei und lernen gerade sehr viel über unser Auto.